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In
den historischen Inventarverzeichnissen wird dieser Raum als Vorsaal bezeichnet
- in den Verzeichnissen der Jahre 1612, 1723 und 1796 sind z.B. folgende Eintragungen
zu finden:
"
- 5 Scheibenfenster
- 1 Treppe nach dem Obergeschoß im Bretterverschlag mit Türe
- eingeschobene Decke, gespundeter Fußboden,
- 1 hohe viereckige Laterne aus Tafelglas an der Decke
- 15 Tafeln mit eingeschlagenem Kurfürstl. Mandat.
".
Wenn
wir uns in diesem Raum umsehen, können wir statt der genannten 5 Fenster
zunächst nur 3 Fenster erkennen. Wir sehen aber, daß unter dem gebrochenen
Unterzug eine Zwischenwand eingebaut wurde, die nicht ursprünglich ist
und nach den Inventarverzeichnissen erst nach 1796 eingebaut worden sein kann.
Denken wir uns diese Wand weg, dann hat der Raum mit den 2 Fenstern dieses Raumes
die genannten 5 Fenster.
In
diesem Raum haben wir die blaue Quadermalerei, die einst an allen Wänden
vorhanden war. Danach konnten wir die ursprüngliche Größe dieses
Hallenteiles nach dem Einbau der Zwischenwand unter dem gebrochenem Unterzug
ermitteln.
Zur
Dokumentation dieses wichtigen Ausmalungszustandes haben wir über der Tür
neben der Bodentreppe ein Stück dieser Bemalung als sogenanntes archäologisches
Fenster in die Rekonstruktion dieses Raumes einbezogen.
Aus der chemischen Farbuntersuchung, die am Fachbereich Restaurierung der Hochschule
für bildende Künste in Dresden vorgenommen wurde, wissen wir, daß
es sich um ein künstlich hergestelltes Ultramarinblau handelt, das nicht
vor 1830 hergestellt worden ist.
So war es möglich, die ursprüngliche Größe dieses Raumes
mit Sicherheit zu ermitteln.
Das obere Treppengeländer der Haupttreppe war noch in originaler, stark
verschlissener Form vorhanden. Drei der alten Geländerbretter konnten weiter
verwendet werden, die übrigen wurden nach historischen Vorbild neu angefertigt.
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