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Die vom Hochwasser betroffenen Gemeinden Bethau und Groß Naundorf erhielten bisher eine Vielzahl von Sach- und Geldspenden. Dies zeugt von einer großen Solidarität und einem Verständnis von Bürgern, Einrichtungen und Unternehmen weit über die Landesgrenze Sachsen-Anhalts hinaus. Die Hilfen werden zweckgebunden ausgereicht. Die Verteilung erfolgt über die in den Gemeinden gebildeten Gremien. Neben dem Depot des DRK im Porzellanwerk Annaburg richtete die Gemeinde Groß Naundorf auch ein Nebendepot ein, in dem gespendetes Mobiliar und Weißware erhältlich ist. Umfangreiche und zweckbestimmte Lieferungen erfolgten u.a. durch die Partnergemeinde Annaburgs Verl aus NRW, durch die Katholische Kirchengemeinde St. Vitus aus Löningen und über die DLRG Wernigerode. Allen, den auch hier nicht genannten Sponsoren, gilt hier erstmals an dieser Stelle unser herzlichster Dank. Einsatz Feuerwehren Umfangreiche Hilfe und Bereitschaft leisteten seit Eintreten der Hochwassersituation alle Wehren, auch über die Grenzen unserer VG hinaus. Als Selbstverständlichkeit betrachteten die Verler Gemeinde und Kameraden der Feuerwehr ihren Einsatz hier vor Ort. Mit einer Vielzahl an Technik reisten über mehrere Tage ca. 40 Feuerwehr- kameraden an. Hilfe für Bauern Verler Landwirte halfen ihren Kollegen in Groß Naundorf und Bethau und lieferten Tierfutter. Bereits zwei LKW mit Kraftfutter, Silage, Stroh und Heu wurden in die betroffenen Gemeinden zur VG Annaburg gebracht, zweckbestimmt für betroffene Bauern. Franz Berenbrinker und Dietrich Homuth, beide beschäftigt in der Gemeinde Verl, organisierten und begleiteten mit viel Engagement sämtliche Transporte und Hilfslieferungen.
Hilfsgüter in Annaburg eingetroffen Peter Ploss, Geschäftsführer der Annaburg Porzellan GmbH, war gestern kurz am Spendendepot des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Werksgelände zu sehen. Trotzdem wurde sein Name sehr oft erwähnt. Denn die Verantwortlichen in dem Lager wollten unbedingt ein dickes Dankeschön an den Chef des Werkes loswerden. Doch dazu später. Als erste Tagesaufgabe stand nämlich das Entladen eines weiteren Hilfstransportes an. Über 250 Care-Pakete, in denen neben anderem Hygienemittel verpackt waren, wurden angeliefert. Auf den Weg geschickt worden war der Spendentransport im niedersächsi- schen Löningen, die Kirchgemeinde Sankt Vitus hatte zum Sammeln aufgerufen. Der Initiator ist ein Löninger, lebt aber schon einige Jahre in Annaburg. Der Beruf hatte Timo Tönnies 1996 in die Heidestadt verschlagen. "Ich habe natürlich das ganze Ausmaß der Hochwasserkatastrophe mitbekommen und wollte helfen. Daher nahm ich Kontakt in meine Heimat auf, und so kam dieser Transport zustande." Die Fracht aus Löningen ergänzt nun die schon eingelagerten Sach- spenden. Ralf Hüttmann, Chef der DRK-Truppe, und sein Team haben nach wie vor alle Hände voll zu tun. "Und ich hoffe, das bleibt noch eine Weile so. Denn ich bin der Auffassung, dass diese Lager keineswegs in absehbarer Zeit aufgelöst werden können. Es steht der Herbst, der Winter vor der Tür, viele Menschen werden bis dahin noch nicht ihren normalen Alltag gefunden haben." Ein besonderes Dankeschön, und da wären wir wieder am Anfang, möchte Ralf Hüttmann an Peter Ploss gerichtet wissen. "Es ist wahrlich an der Zeit, das Engagement von ihm und seinen Mitarbeitern in das rechte Licht zu rücken. Wir konnten von Anbeginn ohne Probleme Räumlichkeiten belegen, bekommen Arbeitsgeräte bis hin zum Gabelstapler gestellt, es gibt keine Diskussion, wenn wir Büromaterialien benötigen, es ist einfach klasse, wie wir vom Porzellanwerk unterstützt werden." Ralf Hüttmann erwähnte gestern noch, dass es jetzt auch an der Zeit sei, die Arbeit seines Teams umzuordnen. "So entfallen ab sofort die Öffnungszeiten am Sonntag, da ist der Andrang nicht mehr so groß. Und am Sonnabend werden wir nur noch bis 16.00 Uhr das Depot offen halten." Zudem soll sich Karola Stahlbaum künftig im Rahmen einer ABM um die Organisation kümmern. Derzeit wird über die Genehmigung der Stelle befunden.
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